2018

Feierabend! Alt. Frei. Lustvoll.

Erzählcafé

Das Projekt

Wir schaffen eine Gesprächsgelegenheit, in der die Männer unter sich sind und die über traditionelle Stammtisch-Themen hinausgeht. In einer Reihe von Schreibwerkstätten erhalten die Teilnehmer Tips und Anregungen, ihre Wünsche, Träume und Visionen für den kommenden Lebensabschnitt in Worte zu fassen, aufzuschreiben und vorzutragen - als  Potential für die aktive Gestaltung ihrer neuen Lebenssituation – mit Lebensfreude und Zufriedenheit. Sozialpädagogen, Seniortrainer aus dem Efi-Programm, Autoren und Philosophen leiten eine Reihe von Workshops zu ausgewählten Themen und Schreibanlässen an, z.B. wie die Digitalisierung und die Studentenbewegung die Biographien der Teilnehmer beeinflusst haben. Und welche Antworten sie auf Sinnfragen und Struktursuche gefunden haben. Gemeinsam gestalten und drucken wir eine Sammlung aller Texte.

Bilder aus dem Projekt

Die Galerie wird regelmäßig erweitert. 

Veranstaltung am 17.9.18: Mythos 1968

In der heutigen Zeit (50 Jahre nach 1968) wird das Thema 68er kontrovers angegangen. Einmal als Einschnitt in die Adenauer-Zeit, der frischen Wind und vielfältige politische sowie gesellschaftliche Veränderungen brachte. Die Teilnehmer erinnern den "langen Marsch durch die Institutionen“, wovon der Studentenführer Rudi Dutschke damals sprach.

Andererseits stellten sie fest, dass die sogenannten 68er heutzutage wahlweise Schuld an allem sein sollen, was schlecht ist in der Bundesrepublik. Kritik an den 68ern manifestiert sich im Besonderen bei der AfD. Im Rahmen des Erzählcafés wurden Hintergrundinformationen aus der Artikeln aus der Zeit und der Süddeutschen Zeitung vorgestellt. Ferner wurden internationale Ereignissen der 60er Jahre erörtert: Prager Frühling, Ermordung von Martin Luther King, von Robert Kennedy, Kritik am Vietnam-Krieg und  die Pariser Studentenunruhen.

Es entstand eine äußerst lebhafte Diskussion: Anklage und Abrechnung der Jüngeren mit der Väter-Generation, welche in den 50er und 60er Jahren das Thema Nation

alsozialismus weitgehend verschwieg und verdrängte, dabei Fragen der jüngeren Generation auswich und „alte Zeiten“ mythologisierte. Die Väter-Generation hatte in den 50er Jahren wichtige gesellschaftsrelevante und politische Positionen in der BRD besetzt und die Deutungshoheit in den Medien erlangt.

Somit wurde im Erzählcafé der Fokus auf eigene Erlebnisse mit den Vätern und Großeltern gelegt. Über die Studentenbewegung hinaus thematisierten die Teilnehmer gesellschaftliche Veränderung über die Rock- oder Jazzmusik, die Protestform der langen Haare oder die der Kleidung thematisiert.

Letztendlich wurden auch Auswüchse wie die RAF beleuchtet.

Das abschließende Feedback ergab, dass diese Epoche zwar noch maßgeblich von Männern dominiert wurde, sich aber auch einige feministische Tendenzen entwickelten.

In den Medien

Das Kubia-Magazin KULTURRÄUME berichtet in Ausgabe 16 auch über dieses Projekt. 

ZWISCHEN RUHESTAND UND REVOLUTION

ANREGUNGEN ZUR KÜNSTLERISCH-KREATIVEN PRAXIS MIT ÄLTEREN MÄNNERN

Von Magdalena Skorupa und Nina Lauterbach-Dannenberg

Zielgruppe

Männer am Übergang von der Berufsphase ins „Rentnerdasein“.

Das kann schon mit 50 Jahren geschehen, oder erst mit 70 Jahren.

Förderer

Kultusministerium NRW

ibk Institut für Bildung und Kultur e.V.

kubia Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und Inklusion

Stadt Minden Kulturbüro

Kooperationspartner

Lektora-Verlag Paderborn

EfI-Senioren = Erfahrungswissen für Initiativen Altentagesstätte Johanniskirchhof

Stadtbibliothek Minden

kreALTiv Agentur für verrücktes Alter

Autorengemeinschaft DIE KOGGE

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