2020

Kultur macht stark

Foto, Audio, Video

Kultur macht stark

Das Projekt

INHALT: Erkundung des Sozialraums der Jugendlichen mittels Foto, Audio, Video.

Die Teilnehmer*innen lernen, multimediale Reportagen zum Thema SO WÜNSCH ICH MIR MEINE STADT als digitales Produkt zu erstellen und wenden dies in altersgemäßen Ausdrucksformen an. Wir bauen dabei auf Erfahrungen aus unserem bisherigen Projekt HEIMAT VIDEOCLIPS auf: www.buezdigital.de/index.php/aktuelle-projekte/2019-heimat-videoclips

In diesem Gesamtprojekt folgen 5 Projekte aufeinander. Die Jugendlichen werden in die Abstimmung der Planung und Durchführung der Projekte einbezogen. Das führt zu gegenseitiger Wertschätzung und Empathie unter den Teilnehmer*inen unterschiedlicher Herkunft.

ZIELGRUPPE UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DES SOZIALRAUMS: Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund gemeinsam mit kulturell- und bildungsbenachteiligten einheimischen Jugendlichen aus Innenstadt und Stadtrandgebieten. Sie stammen oft aus bildungsfernen Elternhäusern im sozialen Brennpunkt Minden-Bärenkäpen mit hoher Arbeitslosigkeit und geringem Familieneinkommen bei hoher Kinderzahl. Die Eltern der Geflüchteten haben zum Teil nur rudimentäre deutsche Sprachkenntnisse.

ZIELE: Die Jugendlichen nehmen ihre Stadt unter die Lupe, reflektieren oft erstmalig, ob/wo/wie diese ihren Bedürfnissen und Wünschen Raum bietet, entwickeln daraus Alternativen und setzten diese visuell um. Kennenlernen und Handhabung zeitgenössischer Medien, Erstellung eines Videofilms und weiterer digitaler Produkte, überzeugende Darstellung des eigenen Anliegens einer zukünftigen menschenfreundlichen Stadt, in der sie gerne wohnen. Die Teilnehmer*innen entdecken und entwickeln eigene Handlungskompetenz beim aktiven Kennenlernen der technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen.

„3-Tempel-Tag“ am Sonntag den 23.2. von 10-18 Uhr.

Mit den Jugendlichen besuchen wir drei Gotteshäuser verschiedener Religionen als kulturelle Orte in unserer Stadt. Es geht also primär um deren Ästhetik, Anschaulichkeit und „Begreifbar“-keit.

In der Synagoge dürfen sie den 7-armigen Leuchter anzünden. Die maßgeschneiderte Führung dauert solange, wie die Kerzen brennen. Natürlich erkunden wir auch die Landkarte des Holocausts in der Bleiverglasung der Fenster, die Mindens Geschichte belegen. Im Mittelpunkt stehen aber Erfahrungen, wie einmal die Thora auf Ziegenhaut in die Hand zu nehmen und etwas zu hören über Kabarett in der Gemeinde und den Jugendaustausch mit Israel.

Im Mindener Dom dann bestaunen sie anschließend die goldenen Reliquien im Domschatz, das Weihwasserbecken und die katholische Bilderpracht. Beeindruckend ist der Klang der Orgel mit 62 Registern und 4388 Pfeifen, die für uns erklingt.

Abschließend erfahren sie, warum die Synagoge gen Mekka ausgerichtet ist und wieso es dort keine Bilder gibt, stattdessen aber die Kunstform der Kalligrafie auf kostbaren Kacheln. In der anschließenden Gesprächsrunde tauschen die Jugendlichen ihre Tageserlebnisse aus, schreiben auf, was ihnen am besten Gefallen hat und malen ihre Erinnerungen als Vorlagen für die Filmdokumentation.

In allen drei Institutionen erhalten sie abwechslungsreiche kompetente altersgemäße Führungen. 

Förderer

Programm "MeinLand -Zeit für Zukunft" der Türkischen Gemeinde in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms "Kultur macht Stark, Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Bündnispartner

Bürgerfunk bei Radio Westfalica

Herder-Gymnasium der Stadt Minden

St. Matthäus Gemeinde als Träger der Geflüchtetenhilfe am rechten Weserufer

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