2021

My Beautiful Mask

Mit der Maske leben

Mail Art

My beautiful mask

Mail Art

Dieses Projekt ist das erste Projekt, das von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestaltet wird. Der folgende Projekttext ist entsprechend auch von ihnen verfasst worden. Wir sind stolz auf euch!

Über das Projektteam

Wir sind ein Team aus syrischen und deutschen jungen Erwachsenen; unser Team heißt Kultur-Scouts: Wir erarbeiten uns interkulturelle Kunst-, Schreib- und Bühnenprojekte mit Hilfe von Fachleuten. Unsere interkulturelle Gruppenarbeit ist ein praktisches Beispiel gegen Klischees, Gewalt und Rassismus. Darauf sind wir stolz; wir wollen ein gutes Beispiel sein.

Wir nennen uns Kultur-SCOUTS, weil wir im Anschluss unsere Erfahrungen weitergeben an junge und alte MitbürgerInnen. Wir haben bisher u.a. in folgenden Formaten gearbeitet : Poetry Slam mit Auftritten in verschiedenen Städten, internationale Kunstprojekte, Schreibworkshops mit AutorInnen , Malworkshops mit KünstlerInnen aus verschiedenen Kulturen. Wir haben uns Unterstützung vom Kulturzentrum BÜZ und vom Treffpunkt Johanniskirchhof geholt. Unser Ziel ist es, im Rahmen der Soziokultur die deutsche Gesellschaft besser kennenzulernen, in ihr aktiv zu werden und unseren Platz einzunehmen.

Projektleiterin: Sidra Muhamad (18)
Projektkoordinator: Mohamed Oumari (18)
Interkulturelle Koordinatorin: Janina Diestel (22)

Das Kulturzentrum BÜZ Minden übernimmt nur die finanztechnische Abwicklung unseres Projekts. Wir planen unser Projekt eigenständig und führen es selbständig durch.

Das Projekt

Unser Thema heißt "Mit der Maske leben". Wir haben es gewählt, weil es momentan alle Menschen betrifft. Viele Medien berichten über Ablehnung gegenüber der Schutzmasken; wir wollen ihre nützlichen Aspekte betonen, z.B. den Schutz vor vielen Erkrankungen. Um eine positive Haltung zu erzeugen, wollen wir Menschen bewegen, aktiv zu werden, indem sie sich künstlerisch mit der Maske befassen.

Lokal laden wir FreundInnen und Bekannte zur Teilnahme ein. Regional unterstützt uns die Medienwerkstatt Minden-Lübbecke dabei, neue Mitglieder für unser Projekt und damit dauerhaft für unsere Gruppe zu gewinnen. Außerdem bewerben wir es in den sozialen Medien. Wir erwarten 10-15 neue TeilnehmerInnen für unsere Gruppe.

Dann lädt unsere Gruppe Mailartisten in aller Welt ein, individuelle Masken zu gestalten und uns zu senden (ungebraucht!). Die Mailart (=Postkunst) ist ein großes internationales nicht-kommerzielles Netzwerk, in dem sich KünstlerInnenund Laien eigene Original-Arbeiten zu ausgewählten Themen zusenden. Unsere Stadt Minden ist ein Knotenpunkt in diesem Netz. Wir holen uns begleitende Unterstützung einheimischer Mailart-KünstlerInnen.

Wir glauben, dass wir einerseits mit diesem Projekt hier vor Ort dauerhaft neue TeilnehmerInnen gewinnen werden für unsere Gruppe, andererseits auch viele neue Ideen sammeln können und dabei dann weit über unsere Stadt hinaus neue Bekannte finden.

Wir werden die typischen Schritte eines Mailart-Projekts umsetzen:

  • Vorstellung des Projektes für alle TeilnehmerInnen.
  • Gestaltung der Einladungskarten mit eigenen Maskenmotiven. An dieser Stelle werden wir selbst künstlerisch tätig.
  • Druck und Versand der Einladungskarten per Post an Mailartisten in aller Welt: mit Angaben zu Thema, Format, Einsendeschluss. Für den Versand verwenden wir eigene Sonderbriefmarken von der Citipost (= einem privatem Postdienstleister) mit unseren Motiven als offiziell frankaturgültiges Porto. Die Gestaltung der Marken bereitet uns viel Freude und macht unser Projekt auch philatelistisch interessant.
  • Nach dem Einsendeschluss: Sichtung und Sortierung der Eingänge. Wir rechnen mit 300-500 Beiträgen aus 30 Ländern.
  • Vorbereitung und Durchführung einer Ausstellung aller erhaltenen Beiträge in der Bürgerhalle Minden. Wir rechnen während der Laufzeit der Ausstellung mit 1000 BesucherInnen.
  • Vernissage mit selbstgebautem Kunstpostamt in historischen Postuniformen zum Verkauf der überzähligen Sonderbriefmarken. Hierdurch wollen wir einen Teil der Kosten refinanzieren.
  • Gestaltung eines Online-Katalogs mit allen Beiträgen und Dokumentation des Projektverlaufs.

Förderer

Ernst Böcker Gmbh & Co KG

Sparkasse Minden-Lübbecke

Kooperationspartner

Treffpunkt Johanniskirchof

Mitmachen beim internationalen Mail-Art-Projekt der Kultur-Scouts, 14.05.2021

An diesem Freitag ging es im BÜZ darum, einen Werbe-Spot zum Mail-Art-Projekt „My beautiful Mask“ zu drehen. Eingeladen waren neben den bewährten Kultur-Scouts die Senioren der Männergruppe Feierabend. Beide Gruppen kannten sich hinreichend aus den Projekten der vergangenen Jahre (GRANDPA & ME), die einen äußerst gelungenen dialogischen Prozess aus Jung und Alt, Deutsch und Syrisch, europäischem Kulturkreis und arabisch-orientalischen Kulturwertvorstellungen neben dem eigentlichen Workshop ausmachten. Spracherwerb gehörte ebenso zu den fundamentalen Kriterien des Gelingens.

Neben dem obligatorischen Verweis auf die aktuelle Corona-Schutzverordnung erläuterte Peter Küstermann das geplante Vorgehen. Sechs Filmszenen waren zu drehen, daraus sollte dann die besten Filmszenen zusammengeschnitten werden.

Im BÜZ waren vorbereitet: Ein Tisch, an dem die Senioren saßen, ferner ein Tisch für den Empfang der Mail-Art-Karten aus aller Welt. Eine Stellwand mit einer Weltkarte, wo dann Punkte auf die Herkunftsländer der Karten geklebt wurden. Zusätzlich eine Flipchart, auf der Strichlisten über die Herkunftsländer geführt wurden, eine Stellwand mit Öffnungen zum Einstecken der Karten, um diese in einer Ausstellung zu präsentieren. Zu den gedrehten Szenen gehörte eine angemessene Kleidung in Post-Uniformen und bedruckten T-Shirts.

Szene 1:   
Mohamed Oumari stellte in einer guten Einführung das Projekt vor. Er verwies auf die abgelaufenen Aktivitäten vom Erstellen der Marken und Karten bis zum Verschicken.

Szene 2:   
Wolfgang Paulus von den Senioren übernahm  bei dem Dreh die Aufgabe, die Karten mit selbstgestalteten Briefmarken zu versehen, Adressen auszuschneiden und diese dann auf die Karte zu kleben, letztendlich den Versand zu organisieren.

Szene 3:   
Drei Monate später. Die Scouts brachten eine blaue Box. Daraus wurden die Neueingänge aus aller Welt auf dem vorbereiteten Tisch behutsam herausgeschüttet. Die Senioren übernahmen die Aufgabe, die Karten geografisch zu sortieren.

Szene 4:   
Die Wohnorte und Herkunftsländer der Absender wurden benannt, welche dann von den Sidra Muhamad auf der Weltkarte mit Klebepunkten versehen wurden, z.B. von Mailartisten aus den Niederlanden, Italien, Estland, USA und Japan.

Szene 5:   
Sabah Oumari und Muhamad Muhamad führten dazu eine Strichliste  auf der Flipchart. Die größte Anzahl der Rückmeldungen kam aus den USA (auch weil Mail-Art dort entstand und Popularität genießt), gefolgt von Mexiko, Deutschland und den Niederlanden. In dem Film-Dreh wurde deutlich, dass das Führen der Liste einen fortlaufenden Prozess darstellt.

Szene 6:   
Demonstrativ wurden die Karten von Omar in Rahmen einsortiert. Hierbei wurde die Bedeutung der Gesamtausstellung filmisch eingefangen. 

Szene 7:   
Vor dem BÜZ: Sämtliche Beteiligte präsentierten einen Mailartkatalog vor dem Welt-Kunstwegweiser auf dem Johanniskirchhof, den schon viele Mailartisten aus aller Welt signierten. 

Volker Papke-Oldenburg

Niehong Dai Klußmann schreibt:

In diesem schwierigen Prozess der Bekämpfung der Epidemie haben die Menschen, obwohl sie Masken tragen, immer noch Hoffnung in ihren Herzen. Obwohl Masken ihr Lächeln verbergen können, können sie die gegenseitige Fürsorge der Menschen nicht verbergen. Der gelbe Teil (unten Teile in der Mitte) ist auch ein Zeichen der deutsche Post. Die Post vermittelt die Liebe der ganzen Welt.

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