2021

IMPULSE

Du bist Literatur

Textwerkstattreihe

Impulse: Du bist Literatur

Textwerkstattreihe

An sechs Abenden zwischen Mai und Oktober werden sechs Referierende behutsame (nicht-)literarische Anregungen zum kreativen literarischen Schreiben im Kulturzentrum BÜZ Minden geben. Ob Skulptur, Schauspiel, Musik oder Sinneseindrücke ganz unterschiedlicher Art - hier finden fortgeschrittene Schreibende zu neuen Texten.

Die Termine

Montag, 10.05.2021

Im Rahmen der Textwerkstattreihe Impulse - DU bist Literatur! geben der Gitarrist Uli Gutzeit und die Sängerin Claudia Hennings aus Minden die zum Schreiben anregenden Klänge vor.

Moderation: Peter Küstermann und Marcus Neuert.
Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, 32423 Minden. Beginn: 18 Uhr.

Montag, 07.06.2021

Im Rahmen der Textwerkstattreihe Impulse - DU bist Literatur! lädt Autorin und Literaturkritikerin Elke Engelhardt aus Bielefeld die Schreibenden zum Assoziieren zu Klangerlebnissen fremdsprachiger Texte ein.

Moderation: Peter Küstermann und Marcus Neuert.
Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, 32423 Minden. Beginn: 18 Uhr.

Montag, 05.07.2021

Im Rahmen der Textwerkstattreihe Impulse - DU bist Literatur! gestaltet die Autorin und Kulturjournalistin Antje Doßmann aus Bielefeld einen spannenden Abend.

Moderation: Peter Küstermann und Marcus Neuert
Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, 32423 Minden. Beginn: 18 Uhr

Montag, 16.08.2021

Im Rahmen der Textwerkstattreihe Impulse - DU bist Literatur! spürt der blinde KOGGE-Autor Bernd Kebelmann aus Berlin mit den Schreibenden der Schärfung der anderen vier Sinne nach.

Moderation: Peter Küstermann und Marcus Neuert.
Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, 32423 Minden. Beginn: 18 Uhr.

Montag, 13.09.2021

Im Rahmen der Textwerkstattreihe Impulse - DU bist Literatur! nimmt die Autorin und Schauspielerin Susanne Schieble aus Isernhagen bei Hannover die Schreibenden in die Welt von Bühne und Performance mit.

Moderation: Peter Küstermann und Marcus Neuert.
Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, 32423 Minden. Beginn: 18 Uhr

Montag, 25.10.2021

Im Rahmen der Textwerkstattreihe Impulse - DU bist Literatur! regt die ehemalige Mindener Lehrerin Doris Pütz zur literarischen Beschäftigung mit Skulpturen an.

Moderation: Peter Küstermann und Marcus Neuert.
Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, 32423 Minden. Beginn: 18 Uhr.

Sonntag, 21.11.2021

Impulse - DU bist Literatur! bringt mit beteiligten Schreibenden im Rahmen einer Matinée eine öffentliche Abschlusslesung auf die Bühne, in welcher eine Auswahl der entstandenen Texte vorgestellt wird.

Moderation: Peter Küstermann und Marcus Neuert.
Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, 32423 Minden. Beginn: 11 Uhr.

Für alle Veranstaltungen ist eine telefonische Voranmeldung unter 0178/7617637 erforderlich.

Förderer

Soziokultur NRW

Stadt Minden

Internationale Autorengemeinschaft "Die Kogge"

Kooperationspartner

Internationale Autorengemeinschaft "Die Kogge"

Gruppe Poesie, Hannover

Bielefelder Autorengruppe

Schreiben zu den Klängen von Gitarrist Uli Gutzeit und der Sängerin Claudia Hennings - Montag, 10.05.2021

Die Corona-Zeiten halten an. Wieder war es möglich, im BÜZ Veranstaltungen abzuhalten. Sämtliche Vorgaben der aktuellen Corona-Schutzverordnung wurden und werden im BÜZ zu jeder Zeit eingehalten. An diesem Tag war es eine Veranstaltung der besonderen und anspruchsvollen Art: Zu den gefühlvollen Gitarrenklängen von Uli Gutzeit und den musikalisch stimmlichen Lauten der Sängerin Claudia Hennings gab es beeindruckende individuelle Schreibergebnisse der anwesenden Teilnehmer*innen.

Der Mitinitiator der Reihe, Markus Neuert, stimmte sie auf die erste Veranstaltung der monatlichen Textwerkstatt mit höherem literarischem Anspruch ein. Diese Veranstaltungsreihe wird im November ihren Höhepunkt haben, wenn in einer Matinée eine repräsentative Auswahl der erstellten künstlerischen Exponate vorgestellt werden wird.

Die beiden bekannten Künstler*innen aus der Musikszene setzen individuelle musikalische Impulse im Bereich von Soul, Jazz und Funk. Uli Gutzeit spielt nicht nur Gitarre, sondern auch Violine, Bass und Schlagzeug. Die „musikalischen Referenten“ hatten das Ziel, das anwesende Publikum auf eine inspirierende gedankliche Reise mitzunehmen, wobei unklar sein würde, zu welchen literarischen Ergebnissen sie führen würde. So wenig wie möglich sollte den Künstler*innen Aufmerksamkeit geschenkt werden, ging es doch darum, den Gitarrenklängen in Dur und Moll, von einfühlsamen Passagen bis zum Stakkato sowie der Lautmalerei der Sängerin zu lauschen. Beide schafften es, in Harmonie von Gesang und Klang eine Synthese von Freiheit und Unbeschwertheit, eingebettet von gedämpfter Moll-Atmosphäre, zu erzeugen.

Bereits während der klangvollen Darbietungen wurden fleißig Notizen gemacht und nach zwanzig Minuten intensiver Schreibarbeit sowie anschließender Pause eröffnete Markus Neuert die zweite Phase. Die Spannung stieg. Welche Schreib-Kreationen würden den Klängen verbunden werden?

Das Erinnerungs- und Reisemotiv war ein häufig verwendetes Narrativ. Die Klänge weckten Erinnerungen an Reisen in Südeuropa mit philosophischen Büchern im Gepäck, an ein Treffen an der Donau in Neu-Ulm, an Erinnerungen an die syrische Heimat und an die Familie, die sich wie ein Musikstück präsentiert. Ferner standen im Fokus lyrische Gedanken ohne Anfang und Ende, Gedanken eingepackt im lyrischen Rucksack, verziert mit einem Shakespeare-Zitat. Ein Schreibergebnis beschrieb den historischen Kontext der Johannis-Kirche von der Luther-Zeit bis zur heutigen Wirkungsstätte als Kulturzentrum BÜZ. Ein Mut-mach-Text einer Corona-geschädigten Teilnehmerin beschrieb das nach außen gekehrte Innenbild. Ferner enthüllte die Musik den Look of Life mit Erinnerungen an Kabinenrollern aus den 50er-Jahren. Findet die innere Musik wieder zum Wort? Die Musikalität der Künstler*innen wurde dabei beindruckend in den Text eingebettet.

Die Resonanz auf die vorgestellten Schreibergebnisse war äußerst positiv, so dass die Vorfreude auf die kommenden Termine dieser anspruchsvollen Veranstaltungsreihe groß ist.

Volker Papke-Oldenburg

Schreiben über Sinnes-Eindrücke der besonderen Art - Freitag, 19.04.2021

Die Corona-Zeiten halten an. Dennoch können im BÜZ Veranstaltungen stattfinden. Der Schriftsteller und KOGGE-Autor Marcus Neuert führte durch die Einführungsveranstaltung, indem er die geplanten Aktivitäten vorstellte. Orientiert an Musik, Sinneseindrücken, Schauspiel oder Skulptur können sich Schreibende inspirieren lassen und zu spannenden und aufregenden Ergebnissen gelangen. 

Die Workshop-Leiter*innen konnten an diesem Abend ihre Themen in knapper Form vorstellen.

Die Sängerin Claudia Hennings und der Gitarrist Uli Gutzeit konnten hinter einer Plexiglasscheibe auftreten. Aus Tönen werden kreative Worte, das ist die Vorgabe für den ersten Workshop im Mai. Während beispielsweise bei Antonio Vivaldi in den Vier Jahreszeiten oder bei Smetanas Moldau aus Wort-Bildern und damit verbundenen Stimmungen musikalische Highlights wurden, so würde hier „der Spieß umgedreht“.

Elke Engelhardts Credo lautet: Das Unmögliche möglich zu machen. Die Assoziationen beim Hören fremdsprachlicher Texte sollen in eigene Worte gefasst werden.

Der Kulturjournalistin und Autorin Antje Dostmann geht es darum, mit den Unwahrscheinlichkeiten des Lebens künstlerisch-kreativ zu spielen und dabei interkulturell Text-Ereignisse aus dem Hut zu zaubern.

Beim KOGGE-Autor Bernd Kebelmann aus Berlin, gelernter Diplom-Chemiker, führte sein Erblinden zum Schreiben. Im Vordergrund steht die Kunst der Sinneswahrnehmung, die Kunst des Haptischen, des Greifens und Begreifens, des Fühlens – eine andere Form der Wahrnehmung. Tast-Wege, feeling the way, ist der Impuls für diese Veranstaltung.

Susanne Schieble ist Schauspielerin und Autorin. Der Bühnen-Performance kommt eine große Bedeutung zu. Was bewegt, was gefühlt wird, alles ist erlaubt. Tragen nicht alle Menschen Masken? Und wie viele?

Doris Pütz aus Minden war Psychiaterin und Lehrerin. Ein Zugang zum Schreiben gelang ihr bei einer Besichtigung des Jupiter-Artland-Parks in Edinburgh. Wundervolle Skulpturen ermöglichten ihr den Zugang zum Schreiben, Skulpturen als tiefe Einsicht und Inspiration, als Katharsis.

Nach der Vorstellung der einzelnen Autoren(-Teams) verwies Projektorganisator Peter Küstermann - in Vorfreude auf die ambitionierte Veranstaltungsreihe - auf die Abschluss-Matinée im November. Auf dieser sollen die Vielfalt und der experimentelle Charakter der Schreib-Ergebnisse präsentiert werden.

Volker Papke-Oldenburg

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